Gucci Gucci

Gucci

 

Die Gucci Kollektionen von Alessandro Michele haben etwas Retromäßiges an sich. Sei es die 80er Jahre Frisur der Models, die Belt Bags, die hübsch an der Taille angebracht werden, oder die hübschen Sehbrillen, die an die 70er Jahre erinnern: diese Herbst/Winterkollektion 2017/18 präsentiert der Designer aus Rom die Verjüngung einer anderen Generation. Seine Stärke ? Die Kollektionen niemals altmodisch aussehen zu lassen. Bei Gucci scheint es nämlich so, dass die Mode von einer Generation zur nächsten weitergetragen wird und somit ein interessantes Gesamtbild entsteht. Wie als hätte ein junges Mädchen im Schrank ihrer Großmutter gewühlt und die klassischsten Modelle neu für sich entdeckt.

 

Die Geschichte der Marke Gucci beginnt in England. Guccio Gucci arbeitet im Hotel Savoy in London und verkehrt somit in den nobelsten Kreisen Englands, während er gleichzeitig den Londoner Stil aufsaugt. Somit reift seine Idee, diesen raffinierten Stil mit dem Savoir-faire der toskanischen Handwerkskünstler zu kombinieren. 1921 zieht er nach Italien, wo er eine Lederwarenfabrik sowie einen kleinen Laden für leichtes Reisegepäck in seiner Geburtsstadt Florenz gründet. 1930 dehnt die Marke ihr Sortiment aus und entwirft auch Schuhe und Lederhandschuhe. Durch die faschistische Diktatur sowie den Krieg kommt es jedoch zu einer Rohstoffknappheit. Somit entwirft der Modedesigner unter anderem die Tasche Bamboo mit einem Bambushenkel, der zu einer Ikone wird, sowie einige weitere Stofftaschen aus Baumwolle. Zur gleichen Zeit entwirft er auch das schwarz/rot/grüne Band, das für Gucci so berühmt ist, sowie das „Double G“-Logo, das auch heute noch die Gürtel und Kleinlederwaren der Marke ziert. Als Guccio Gucci 1953 stirbt, übernehmen seine Söhne ab 2003 die Leitung der Marke, die zur Hälfte Kering besitzt. 2015 übernimmt Alessandro Michele den Posten als Artdirector von Frida Giannini: ein neues Kapital in der Geschichte von Gucci.

 

Alessandro Michele wird in Rom geboren und studiert an der berühmten Accademia di Costume e di Moda. Er beginnt seine Karriere bei Fendi als Accessoires Designer, bevor er zu Gucci und dem Team von Tom Ford 2002 in London wechselt. Innerhalb zwölf Jahren steigt er auf und wird 2011 zum Artdirector an der Seite von Frida Giannini ernannt. Während der Präsentation der Herbst/Winterkollektion 2015-2016 kündigt Gucci die Nominierung von Alessandro Michele als Artdirector an. Der Designer entwirft also eine erste Herrenkollektion, bevor er einige Wochen später eine Damenkollektion präsentiert. Er ist insbesondere so berühmt, weil er der italienischen Luxusmarke einen neuen Aufwind gegeben hat und wurde daher auch einige Male auch dafür ausgezeichnet: 2015 erhielt er den British Fashion Award als Besten Internationalen Designer, 2016 den Award als Besten Accessoires Designer sowie den CFDA Award. 

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