Marni Marni

Marni

Francesco Risso setzt sanft bei Marni die Segel. Für die Frühjahr-Sommer-Saison 2018 setzt der italienische Designer seine Vision einer eleganten, aber immer entspannten Marni-Frau um. Strukturiert bleibt die Silhouette dennoch locker, als ob sie eine bessere Bewegungsfreiheit ermöglichen würde. Gleiches gilt für die Accessoires, mit flachen Schuhen für mehr Komfort und XXL-Taschen, die aber von Hand zu tragen sind, für mehr Freiheit. Was für ein Programm. 

 

1994 gründet Consuelo Castiglioni gemeinsam mit seiner Ehefrau Gianni die Marke Marni als Schwesterunternehmen von Ciwifur, das Fellimperium der Familie Castiglioni. Bereits die ersten Kollektionen überzeugen. Einige Zeit später, nachdem die Marke pro Jahr nur jeweils die Herbst-Winter-Kollektion präsentierte, erweitert sie ihr Geschäft und präsentiert auch Frühjahr-Sommer-Kollektionen, bei der das Fell eher links liegen gelassen wird. Die Kollektionen von Marni sind für ihren bunten und atypischen Looks berühmt (besonders die Prints sind originelle Kreationen der Marke), aber haben auch gleichzeitig ein Ziel: sie sollen für all diejenigen, die die Marke tragen, bequem sein. In diesem Sinne entwirft der Designer das Modell Fussbett, Sandalen mit einer Dicken Sohle, die bald Kult werden.

 

Im Jahr 2012 wird das italienische Modehaus ausgewählt, um eine Capsule Collection mit H&M zu entwerfen, was ein Zeichen für den unwiderstehlichen Reiz der Marke ist. Die Kollektion ist in Windeseile ausverkauft. Im gleichen Jahr wird das bis dato unabhängige Unternehmen von der OTB Group mit Renzo Rosso als CEO aufgekauft.

Vier Jahre später, im Oktober 2016, nach 20 Jahren bei Marni verlässt Consuelo Castiglioni das Modehaus. Francesco Risso wird sein Nachfolger.

 

Auch wenn sein Name Ihnen auf Anhieb vielleicht nicht bekannt ist: Francesco Risso ist in der Modeszene lange kein Amateur mehr. Bevor er im Oktober 2016 zum Artdirektor ernannt wird, genießt er eine exzellente Ausbildung. Er hat einen Abschluss von der Polimoda (Mailand), dem Fashion Institute of Technology (New York) und der Central Saint Martins (London) und arbeitete bereits für die größten Designer wie Ana Molinari, Alessandro Dell’Acqua oder Malo, bevor er 2008 zu Prada wechselt.  

 

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